Jaja Vici, der Eintrag kommt ja schon :P Leider ist die für aupairs nun stressige Ferienzeit eingetreten und meine Motivation ist zum Ende hin auch sehr geschwunden hier regelmäßig zu schreiben, aber der Eintrag war schon in Bearbeitung und da die Kids gerade Fernsehen gucken, nutze ich mal die Chance ihn weiterzuführen.
Der Urlaub liegt nun schon wieder 2 Wochen zurück und es fühlt sich an als wäre es ein Monat her.
Am 30.05 starteten Karo und ich früh morgens in unser Abenteuer. Erster Stop: San Francisco- die Stadt, von der ich mir am meisten versprach, denn jeder mit dem ich sprach, schwärmte nur.
Sportlich wurde es dort auf jeden Fall, denn es gibt ca. 50 Berge, die man in einem st

ändigen auf und ab beim Sightseeing bewältigen muss. So haben wir uns auch nach einem 5minüten Lauf von der Zughaltestelle zu unserem Hostel entschlossen ein Taxi zu nehmen, denn natürlich war viel eingepackt, auch wenn es nur eine Woche war, aber es ging ja campen und man muss für alles gerüstet sein :P Hat sich aber letztendlich als gut herausgestellt, denn in San Fran war es eiskalt, wolkenverhangen und am ersten Tag war die Golden Gate Bridge auch noch im so typischen Nebel versunken. Aber davon ließen wir uns nicht abschrecken, ein Stop bei Starbucks wurde eingelegt bevor es zum ersten Erkundungsgang losging. Entlang am Pier, trafen wir auf die berühmten Seelöwen am Pier 39, die sich dort angesiedelt haben und tausende von Besuchern anziehen, einer Suppe in der Breadbowl- San Francisco typisch, wie mir erzählt wurde, weiter zur Lombard Street- der kurvenreichsten Straße in den USA und wieder zurück ins Hostel. Am nächsten Morgen warteten dort kostenlose Pfannkuchen zum Frühstück auf uns und 'gut gestärkt' nahmen wir uns wieder ein Taxi zum Treffpunkt unserer Western Sun Tour. Man möchte dabei erwähnen, dass es eigentlich nur maximal 10 Laufminuten entfernt war, aber Fahrradfahrer möchte ich in San Fran echt nicht sein und wir hatten ja auch immer noch unser Gepäck plus Schlafsack, denn es stand uns ja eine Woche Camping bevor.
8:30 Uhr sollte die Tour starten und im Hostel angekommen warteten dort schon die ersten Leute auf den Tourstart. Unsere Gruppe hatte die wenigsten Teilnehmer, ich hatte ja vorher schon mit Karo gespaßt, dass wir unsere persönliche Tour mit einem Guide nur für uns bekommen, da im Internet noch so viele freie Plätze waren. Letztendlich waren wir 6 Leute und unsere Tourleader, aber das hatte nur Vorteile: Mehr Platz im Van, kürzere Wartezeiten und keinen Zickenkrieg, den

n 80% diese Touren werden wohl von Aupairs gebucht, da wir erstens 20% Rabatt bekommen und es auch die einfachste Art ist zu reisen, wenn man zu faul ist, alles selbst zu planen, so wie ich :P Wir trafen dann dort auf Brian, unseren Tourleader aus Amerika, Verena- Aupair aus Deutschland, Holly aus England, Emma- AuPair aus Schweden und Jordaan aus Südafrika. Zusammen mit Karo und mir war das also die Gruppe für die nächsten spannenden 7 Tage. Nach einer kurzen Begrüßung ging es gleich weiter zum 2. Tag des Sightseeings in San Fran mit unter anderem der Golden Gate Bridge (DAS Highlight in SF, da wollte ich schon immer mal hin), den Painted Ladies- auch zu sehen in Full House, den Twin Peaks mit wohl wunderbarer Aussic

ht auf San Fran, leider war es aber immer noch sehr neblig und grau und einer Fahrt auf den historischen Cable Cars, die aufgrund der hügeligen Straßen von einem Stadtplaner entwurfen wurden, da Pferdekutschen starke Probleme hatten die Berge zu überwinden. Da San Fran das 2. größte Chinatown in den Staaten hat, haben wir in einem chinesischen Restaurant lunchiert, haben gleich den besten Eindruck von uns abgegeben und waren zu spät dran, um wieder rechtzeitig am vereinbarten Treffpunkt zu sein und wurden dann von Brian direkt dort abgeholt, denn um 1 sollte es schon weiter gehen zum ersten Campingplatz in der Nähe des Yosemite National Parks, den wir am 2. Tag besuchten. Abends dort angekommen haben wir das erste Mal die Zelte aufgebaut, Dinner wurde von mir und Karo gekocht (ich gebe zu, viel habe ich nicht beigetragen :P) und die erste Nacht war eher schlaflos, da mein Rücken sich noch nicht an den harten Untergrund gewö

hnt hatte. Nach einer kleinen Wanderung durch den Yosemite National Park, wo es sehr viele Wasserfälle und halt Natur pur gibt, ging es auch noch weiter um die majestätischen Sequoia Bäume (Mammutbäume) zu sehen und auf dem Weg dahin, ist mir das dümmste Missgeschick aller Zeiten passiert. Wasserflasche noch schön aufgefüllt, wir sollten ja immer viel viel trinken bei der Hitze) ist sie mir natürlich ausgelaufen in meiner Tasche mit Camera, Handy, iPod und Pass..jaha es hätte nicht besser sein können, außer man erwähnt noch, dass die Camera erst neu war, das Handy von meinen Gasteltern und der iPod mein 230$ teures Weihnachtsgeschenk an mich selbst war...klasse. Meine Laune war natürlich im Tief angelangt, aber zum Glück! funktionieren jetzt Handy und Camera wieder, um den iPod muss ich mich noch kümmern...so ein sch***! Naja, nichts desto trotz, die Bäume waren schon ziemlich beeindruckend, ich hätte die Umgebung vielleicht noch mehr genossen, wenn ich auch hätte Bilder schießen können. Whatever, selbst schuld -.-
Auf dem Weg zum 2. Campingplatz ging es auch noch am Mono lake vorbei, der durch Salzablagerungen sehr interessante Formationen gebildet hat. Das Wetter spielte leid

er aber mal wieder nicht mit und Californien hätte ich mir nicht so vorgestellt. Aber am nächsten Tag sollte es ja nach Las Vegas gehen und die Hitze dort war eine angenehme Abwechslung. Nach einer halben Unendlichkeit tauchte aus dem Nichts die Stadt plötzlich auf und schon aus dem Auto sah man, was für ein verrückter Ort es ist...Achterbah

nen in Hotels, ein Löwe mitten im Casino und eine hammergeile Fahrt in der Stretchlimo vorbei am Las Vegas Sign, der Bellagio Wassershow und vielem mehr. Es war einfach nur unglaublich und die beste Art Vegas zu erleben und wie kleine Stars haben wir uns schon gefühlt, als wir aus der Limo ein-und aussteigen konnten :)
Nach einer nächtlichen Stärkung bei Hooters, da wir plötzlich Heißhunger auf Schokolade hatten, ging es auch wieder ins Hotel, wo wir dann glücklichweise auch Karo gefunden haben, die uns zwischendurch auf ihrer Handysuche abhanden gekommen ist, sind wir todmüde ins Bettchen gefallen und am nächsten Morgen ging auch schon früh die Reise weiter zum Grand Canyon. Glücklicherweise, die Rückbank ganz alleine für mich, konnte ich noch etwas Schlaf nachholen, denn das nächste große Ereignis stand ja an: Mein allererster Helikopterflug und dann auch noch über so ein Naturspektakel wie den Grand Canyon- mehr muss ich eigen

tlich auch gar nicht hinzufügen. Es war unfassbar, gigantisch und die beste Art die Ausmaße des Canyons zu sehen. Bei Pizza und Sonnenuntergang am Grand Canyon ein wirklich gelungener Ausklang des Tages. Am nächsten Morgen hatten wir uns gegen die Option des Ausschlafens entschlossen, schließlich waren wir ja da um jeden Moment zu nutzen- also ging es auf zum 'Wandern'. Das wandern sah dann aber eher so aus, dass wir aller 5 Minuten eine Fotopause einlegen mussten, der Blick auf den Canyon änderte sich nicht wirklich, aber Fotos kann man immer gebrauchen und irgendwie sah es dann aber im Endeffekt auf jedem Bild gleich aus :P Wir hatten aber unseren Spaß und haben de Strecke nicht mal in unserer vorhandenen

Zeit geschafft (es wäre wahrs. bei schnellem Schritt in 30 Minuten machbar gewesen, mit unseren ganzen Stops haben wir es nicht mal in 2 Stunden geschafft^^) und wurden dann von unserem sehr sehr netten Tourleader auf halber Strecke eingesammelt...und weiter ging es. Auf zum Lake Havasu in Arizona, vorbei an der Route 66, wo wir im historischen Örtchen Seligman be

i Buffalo Burger und Souvenirshoppen Stop gemacht haben und natürlich auch ein Bild am Route66 Zeichen nicht fehlte. Abends am See angekommen, haben wir noch ein letztes Mal die Zelte aufgeschlagen, waren im See baden und haben die Nacht im freien unter Sternenhimmel verbracht! Auch der Freitag versprach mal wieder Action und es ging weiter zum Yoshua Tree National Park, muss man nicht unbedingt gesehen haben. Dieser National Park ist für die sehr merkwürdig aussehenden Yoshua Bäume bekannt, besitzt aber auch viele Felsformationen, die fürs Rock Climbing geeignet sind. Macht sich nur mit Höhenangst sehr schlecht und so haben Verena und ich die Sicht von weiter unten genossen.
Abends sind wir endlich im Hotel in LA angekommen, haben den Luxus eines eigenen Bades für ein Weilchen genossen um frisch und munter nach Santa Monic

a zu fahren und dort bei Bubba Gump zu dinieren. Auch in LA war das Wetter eher enttäuschend, aber immerhin blieben wir vom Regen verschont.
Am nächsten Morgen stand ein kurzes Sightseeing Programm an: Walk of Fame, Hollywood Sign, Man's Chinese Theatre, Kodak Theatre, Beverly Hills und um 11 waren wir dann schon bereit um die Universal Studios in Hollywood unsicher zu machen, das beste überhaupt in LA! Einfach nur geil. Jede Fahrt war auf eine eigene Art die beste und total cool und die Tour durch die Filmsets ein Traum- schließlich hab ich auch der Wisteria Lane aus Desperate Housewives einen Besuch abgestattet, auch wenn es so unreal wirkt, dass dort wirklich die Serie gedreht wird. Total happy sind wir abends wieder abgeholt worden und um halb 11 startete unserer Flieger vom Los Angeles International Airport zurück nach Dc nachdem wir uns von der Gruppe verabschiedet haben und der wundertolle Urlaub leider vorbei war.
Nach gefühlten 5 Minuten Schlaf, kamen wir früh um 6 (nach Westküstenzeit war es ja erst um 3) in Dc an, Julia hat Karo und mich abgeholt und um 8 war ich dann auch schon back home...und die Kinder haben sich sehr gefreut. Meine Gastmama meinte auch, dass Luke jeden Tag nach mir gefragt hat, obwohl auch er mit AuPair Ricardo ganz zufrieden war :P Da gab es sicher den lieben langen Tag nur Tv und Süßes ;)
Montags musste es dann aber wieder nach meinen Regeln gehen und ein bisschen entspannter war ich ja nach dem Urlaub schon (dafür ist ja sowas auch da, und als armes aupair hat man davon ja nur 2 wochen im ganzen jahr, da ist man in der schulzeit schon ziemlich verwöhnt mit den ferien) und da das Wetter gut mitgespielt hatte, ging es an den Pool. Abends saßen wir schön in Oldtown Alexandria am Wasser und auch 23 Uhr brauch man hier noch keine Jacke, da die Temperaturen nicht unter 20°C sinken. Dafür gibt es aber jetzt seit einer Woche jeden Abend/Nacht ein Gewitter, die ich aber nie mitbekomme, da ich anscheinend so fest schlafe, was aber am Montag auch nicht verwunderlich war nachdem ich im Flieger nicht wirklich erholsam geruht habe. Dienstag folgte dann auch schon das nächste Übel- mir ging es mal wieder nicht gut und so blieb ich die nächsten Abende nur zu Hause und hab nichts spektakuläres gemacht, außer an meinen Unibewerbungen weiter gearbeitet,die jetzt endlich fertig sind und morgen in der Post nach Deutschland landen werden in der Hoffnung, dass es irgendwo klappt :)
Freitag habe ich mir aber das Wochenende hergesehnt wie noch nie und wurde dann auch spontan mit einem halben Tag off überrascht, denn mein Gastvater hat Luke mit zu einem Picknick auf der Arbeit meiner Gastmama genommen und ich war mit Caro und Dani bei Panera zum Lunch, hab einen Handgepäckkoffer (man kann ja nie früh genug das packen starten) ergattert und mich dann am Pool gebräunt. Abends saßen wir nur bei einer kleinen aber feinen Runde in Caros Zimmer zusammen und haben gequatscht. Samstag musste ich mal wieder arbeiten (wooho, überraschung, nun schon das 6. wochenende in Folge...mit Unterbrechung während meines Urlaubs -.-) und konnte es dann gar nicht abwarten frei zu haben (guut, war jetzt nicht wirklich anstrengend 4 stunden am Pool zu liegen und die Kinder mehr oder weniger sich selbst zu überlassen, aber trotzdem :P) und es ging erst zu Olive Garden essen, mit Dani und danach zu Tysons shoppen. Wer sich noch aus früheren Einträgen erinnern kann, dass ist die 10.-größte Mall Amerikas und mein Geld wartete nur so drauf ausgegeben zu werden und mit 4 Tüten, neuen Nike Schuhen und so allerhand ging es dann glücklich geshoppt halb 10 als die Mall dann zu machte, wieder nach Haus.
Heute habe ich das neue AuPair Luciana aus Brasilien kennen gelernt und sie scheint echt nett zu sein. Wahrscheinlich kommt sie 1-2 Tage bevor ich nach hause fliege. Es ist schon ziemlich komisch jetzt sein Zimmer, wo man immerhin 1 Jahr drin gewohnt hat, zu räumen, aber die Kinder geb ich doch gern bei jemanden anderem ab :P Aber Spaß beiseite, ich werde sie schon vermissen, auch das Leben teilweise, aber es ist auch irgendwann mal Schluss und das ist es bei mir eigentlich schon seit einer Weile. Mit dem AuPair Sein habe ich abgeschlossen und es war die beste Erfahrung überhaupt, aber es sollte doch auch bei einem Jahr bleiben und so war ich doch schon erleichtert, als ich letzten Sonntag meine Flugdaten zurück nach hause entdeckte. Es geht über Frankfurt nach Leipzig und am 9.7 lande ich morgens wieder in good old germany und bin jetzt schon so aufgeregt.
Ansonsten bin ich von meinem immerhin sehr sportlichen Tag (bin geschwommen und gejoggt) ziemlich müde und werde jetzt mal tschüss sagen.
In 24 Tagen deutscher Zeit sieht man sich ja auch schon wieder. Ist doch ein Klacks im Vergleich zu den letzten 11 Monaten, die ich nun mittlerweile schon geschafft habe.
Bis bald Sarah